Kommunales Engagement im Klimawandel

Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger nimmt laut forsa an, dass die Klimakrise langfristig gesehen große Auswirkungen auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben haben wird. Die globalen Klimaveränderungen werden uns mit Sicherheit auch neben und nach Covid‑19 beschäftigen und vor große Herausforderungen stellen. So erwarten Bürgerinnen und Bürger zunehmend nachhaltigeres Handeln und Wirtschaften, insbesondere auch auf kommunaler Ebene.

Wie können Kommunen und Städte im Einzelnen einenBeitrag zu Klimaschutz und Klimaanpassung leisten? Wie kurz- und langfristig reagieren? Wie denken ihre Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf die Folgen der Klimakrise? Wo im Stadtgebiet werden bereits negative Veränderungen wahrgenommen? Welche Auswirkungen erfahren die Menschen ganz konkret in verschiedenen Lebensbereichen? Welche Einschnitte und Veränderungen sind die Bürgerinnen und Bürger bereit, für eine nachhaltigere Lebensweise anzunehmen? Welche eigenen Ideen – etwa für die Gestaltung des öffentlichen Raums – haben Bürgerinnen und Bürger, um negativen Entwicklungen zu begegnen?

Ziele und Zwecke des Klimaschutz-Monitors

Die wer denkt was GmbH geht diesen Fragen mit dem Klimaschutz-Monitor nach. Der Klimaschutz-Monitor ist ein umfangreiches, standardisiertes Befragungsinstrument zu Aspekten des Klimawandels und der Klimafolgen-Anpassung in Deutschland und Österreich. Das Instrument richtet sich an Städte und Gemeinden ab 2.000 Einwohnern und dient der langfristigen, vergleichenden Erfassung und Analyse der kommunalen Klimastimmung in Deutschland sowie der persönlichen Handlungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger.

Die Ergebnisse des standardisierten Instruments dienen dazu, für die öffentliche Diskussion belastbare Daten und Fakten über die subjektive Wahrnehmung der Klimakrise und des kommunalen Handelns bereitzustellen: Einerseits auf kommunaler Ebene durch die unmittelbare Rückkopplung der Ergebnisse an die Verwaltung, andererseits auf Bundesebene durch Sichtbarmachung und eine komparative Analyse des kommunalen Antwortverhaltens.

Wir laden interessierte Städte und Kommunen dazu ein, sich am Klimaschutz-Monitor zu beteiligen und ihren Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit zu geben, ihre Einschätzungen zur Klimasituation vor Ort mitzuteilen. Je mehr Kommunen und Städte dabei mitmachen, umso besser. Denn je mehr Informationen wir zur regionalen Wahrnehmung und Änderungsbereitschaft zusammentragen können, umso deutlicher wird das Bild und die Vorstellung davon, wie dringlich der subjektive Handlungsbedarf wahrgenommen wird.