BÜRGER­BEFRAGUNGEN

Bürgerbefragungen ermitteln Meinungen zu bestimmten Fragen und Stimmungslagen, zu tagesaktuellen Themen oder zur Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Kommune. Sie liefern Informationen darüber, welche Themen den Menschen am Herzen liegen, machen diese frühzeitig sichtbar und stellen sie zur Diskussion. Auf diese Weise können Bürgerbefragungen Konflikten bereits frühzeitig entgegenwirken und Planungs- bzw. Entscheidungsprozesse absichern. Bürgerbefragungen stellen einen unmittelbaren Weg der Bürgerbeteiligung dar, geben neue Impulse in laufenden Verfahren und lassen fundierte Schlüsse zu Themen, Tendenzen und Bedürfnissen der Menschen zu. So bieten sich Bürgerbefragungen beispielsweise an, wenn Sie Ihren Haushalt konsolidieren müssen, die Pläne des ÖPNV zum Fahrplanwechsel prüfen wollen, mittels einer kontinuierlichen Befragung den sozialen Wandel nachzeichnen, die Einschätzung des Kulturangebots oder die Lebenszufriedenheit Ihrer Bürgerinnen und Bürger ermitteln möchten.

Die Lösung der wer denkt was GmbH bietet eine komfortable Möglichkeit zur Online-Umsetzung von Blitzumfragen, einmaligen Bürgerbefragungen und regelmäßig durchgeführten Bürgerpanels – online wie offline.
Die Bürgerbefragung eignet sich hervorragend dafür, Bedürfnisse, Schwerpunkte und besondere Interessen der Bürgerinnen und Bürger sichtbar zu machen. Sie kann daher als Ausgangspunkt für den Aufbau einer breit angelegten Beteiligungsplattform dienen oder auch bestehende Plattformen im Sinne der Weiterentwicklung der Beteiligungsverfahren ergänzen.

Blitzumfragen umfassen nur wenige Fragen – meist drei bis zehn – und zeichnen sich durch eine kurze Bearbeitungszeit aus (maximal 15 Minuten) aus. Mit ihnen können zeitnah und effizient Trends, also Meinungs- und Stimmungsbilder, der Bürgerschaft zu aktuellen kommunal- und regionalpolitischen Themen sichtbar gemacht werden.

Die einmalige Bürgerbefragung eignet sich, um komplexere Informationen und Meinungen einzuholen. So können mit der einmaligen Bürgerbefragung beispielsweise die Bürgerinnen und Bürger im Zuge größerer Bauprojekte oder zur Entwicklung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes intensiver befragt werden.

Das Bürgerpanel zeichnet sich dadurch aus, dass die Effekte der Kommunalpolitik auf die Zufriedenheit und die Meinungen innerhalb der Bürgerschaft über einen längeren Zeitraum hinweg gemessen werden. Das Bürgerpanel umfasst eine repräsentative Stichprobe, sodass die wiederkehrenden Befragungen an denselben Personen bzw. Haushalten durchgeführt werden können. So lassen sich mittels des Bürgerpanels Längsschnittdaten generieren. Diese ermöglichen es, Informationen über die konkrete Lebenssituation der Bürgerinnen und Bürger, die Bevölkerungsstruktur, die kommunalpolitische Entwicklung sowie die Wahrnehmung von Kommune, Politik und Verwaltung aus Bürgerperspektive im Zeitverlauf zu gewinnen.

Egal ob Blitzumfrage, einmalige Bürgerbefragung oder Bürgerpanel – die wer denkt was GmbH bietet Ihnen eine schnell einsetzbare Online-Lösung und begleitet Sie mit wissenschaftlicher Expertise bei der Konzeption des Fragebogens, der Öffentlichkeitsarbeit, der Teilnehmerinnen- und Teilnehmerrekrutierung sowie der Datenerhebung und -auswertung.
Dabei gehören die von der Deutschen Forschergemeinschaft formulierten Prinzipien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis zu unseren Grundsätzen. Bei der Datenerhebung sowie -verarbeitung richten wir uns streng nach den Grundsätzen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) sowie dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG-neu). Darüber hinaus halten wir strikt die weiteren Empfehlungen und Richtlinien zu Datenschutz und Datensicherheit der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) ein, deren korporatives Mitglied wir sind.

wer denkt was GmbH ist DGOF Mitglied

Best Practice

Um auf die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und den damit verbundenen Betreuungsbedarf von Familien mit Kindern im Grundschulalter langfristig reagieren zu können, hat die Stadt Konstanz im Jahr 2019 gemeinsam mit wer|denkt|was eine Evaluation des städtischen Betreuungsangebots mittels einer Elternbefragung vorgenommen. Der Fragebogen wurde gemeinsam von der Stadt, der Universität Konstanz, den Konstanzer Gesamtelternbeiräten der Schulen und KiTas sowie wer|denkt|was entwickelt. Auf diese Weise wurde durch die Befragung eine personenzentrierte und interessengerechte Grundlage für weitere Analysen und Planungen der Angebotsausgestaltung sowie des zukünftigen Betreuungsbedarfs der Stadt zum See geschaffen.

Um die Zielgruppe bestmöglich zu erreichen und eine sichere, verifizierte Teilnahme zu gewährleisten, wurden für die Befragung insgesamt 3.485 Konstanzerinnen und Konstanzer, die ein oder mehrere Kinder im Alter zwischen vier und zehn Jahren haben, durch die Stadt postalisch zur Befragung eingeladen. Sie erhielten zusätzlich zum Anschreiben, das die Befragungshintergründe sowie -ziele erläuterte, einen Zugriffsschlüssel, der sie als Bestandteil der Stichprobe kennzeichnete und zur Teilnahme an der Befragung berechtigte. Parallel hierzu wurde eine offene, also nicht zugangsbeschränkte, Umfrage über die städtische Beteiligungsplattform (www.konstanz-mitgestalten.de) beworben und zugänglich gemacht, um auf diese Weise allen Interessierten außerhalb der ermittelten Stichprobe eine Teilnahme zu ermöglichen.

Die Ausschöpfungs- bzw. Rücklaufquote betrug über 37 % Besonders hervorzuheben ist hierbei die hohe Teilnahmebereitschaft von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht in Deutschland geboren wurden – mit rund 20 % aller Teilnehmenden, konnte auch für diese, oft schwer zu erreichende Bevölkerungsgruppe eine sehr gute Beteiligungsquote erzielt werden. Zusätzlich haben mehr als 350 Personen an der der offenen Befragung teilgenommen und auf diese Weise die Perspektive(n) auf das Thema bereichert.

Insgesamt zeigten sich die befragten Personen sehr auskunftsfreudig: so wurden bei den entsprechenden Möglichkeiten zur Freitexteingabe insgesamt über 70 Din-A4-Seiten an Antworten zusammengetragen, die der Stadt aufbereitet übergeben wurden und die deskriptive Auswertung um qualitative Facetten und Einschätzungen sowie das ein oder andere Bonbon in Mundart erweiterte.

Im Rahmen der Erstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) und der darin enthaltenen „Altstadtsanierung 2.0“ führte die Stadt Alsfeld eine Bürgerbefragung zur Sanierung und Gestaltung des historischen Marktplatzes durch, um alle Bürgerinnen und Bürger frühzeitig in diese Prozesse der Stadtentwicklung einzubinden.

Gemeinsam mit der Stadtverwaltung Alsfeld und NH Projektstadt hat die wer denkt was GmbH…

  • den Fragebogen konzeptioniert,
  • diesen sowohl in elektronischer bzw. digitaler als auch schriftlicher Form umgesetzt, sowie
  • die Ergebnisse der Umfrage ausgewertet und aufbereitet.

Im Zeitraum vom 27.12.2018 bis zum 06.02.2019 war die Alsfelder Bevölkerung dazu eingeladen, sich entweder im Internet mittels Online-Befragung oder schriftlich in Form eines Papierfragebogens zur Neugestaltung des Alsfelder Marktplatzes zu äußern.

Hierzu wurde öffentlichkeitswirksam in der Presse sowie auf den städtischen Seiten zur Teilnahme aufgerufen. Zusätzlich ging ein entsprechendes Informations- und Einladungsschreiben an ausgewählte Haushalte der Stadt. Auf diese Weise konnten innerhalb des Befragungszeitraums von sechs Wochen insgesamt knapp 1.000 Online- und über 150 Offline-Teilnahmen verzeichnet werden, sodass letztlich 1.103 verwertbare und validierte Datensätze Eingang in die Auswertung fanden.

In der Befragung zeigte sich entlang aller Altersgruppen, dass der Marktplatz möglichst barrierefrei zu erreichen sein sollte – ausgestattet mit einem Pflaster, welches auch Gehbehinderte gefahrlos betreten könnten. Damit bei einem solchen Eingriff das historische Bild des Marktplatzes trotz etwaiger Umbauten erhalten werden kann, ließ sich schnell ein Kompromiss ableiten, in dem das historische Pflaster in der Mitte des Platzes erhalten und ein neues, nämlich rutschfestes, Pflaster in den Seitenbereichen verlegt werden würde. Auch sprach sich mehr als die Hälfte aller Befragten dafür aus, dass der Marktplatz weitgehend frei von Autos sein sollte. Junge Familien wünschten sich Wasserspiele auf dem Marktplatz. Ein weiterer Kompromiss der im Zuge der Befragung und ihrer Ergebnispräsentation erarbeitet werden konnte, war etwa ein bodengleicher Brunnen, der ausgeschaltet kaum erkennbar ist, sodass die Fläche trotzdem nutzbar wäre, wenn Märkte o.ä. Veranstaltungen stattfinden würden. Denn hier zeigten sich 91 % aller Befragten einig: Auf dem Marktplatz sollen auch zukünftig Märkte und Feste stattfinden können.

Die extremen Wetterlagen in den vergangenen Jahren haben bestätigt, was schon lange vorhergesagt war: Die Klimaerwärmung bleibt nicht folgenlos und ist zunehmend auch sicht- und spürbar. Mit einem Klimaanpassungskonzept als Baustein eines umfangreichen Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) will die Stadt Friedrichshafen den Konsequenzen des Klimawandels bestmöglich begegnen. Dazu wurde die Situation zu Beginn des Jahres 2019 erfasst und analysiert, um daraus Maßnahmen für die kommenden Jahre abzuleiten. Ziel ist es, unter Schlagworten wie “Klimastadt” und “Grüne Infrastruktur” langfristig die negativen Auswirkungen des Klimawandels bzw. der Erderwärmung auf die Lebenssituation und das Wohlbefinden der Bevölkerung zu mindern.

Die Stadtverwaltung setzte dabei – neben fachlicher Expertise – auch auf die Erfahrungen und Einschätzungen der Friedrichshafener Bürgerschaft. So konnten interessierte Bürgerinnen und Bürger vom 30. Januar bis 28. Februar 2019 an einer Online-Bürgerbefragung und einem öffentlichen Austausch auf der städtischen Beteiligungsplattform (mach-mit.friedrichshafen.de) teilnehmen. In der Befragung, die in einer Zusammenarbeit von der Stadt, faktorgruen sowie wer|denkt|was konzeptioniert und durchgeführt wurde, ging es vor allem darum, zu erfahren, wo (also an welchen konkreten Orten und Plätzen in Friedrichshafen) die Folgen der Klimaerwärmung besonders deutlich zu spüren sind, welche Auswirkungen die Häflerinnen und Häfler bereits bemerkt haben oder zukünftig befürchten.

Den Start der Online-Bürgerbefragung flankierte eine Auftaktveranstaltung vor Ort am 30. Januar im Graf-Zeppelin-Haus. Bei dieser stellten die beteiligten Planungsbüros die bisherigen Ergebnisse der Stadtklima-Analyse und die Prognosen für die künftige Entwicklung vor. Im Anschluss wurden erste Konsequenzen und mögliche Maßnahmen zusammengetragen sowie der Startschuss für die Online-Befragung gegeben.

Nach den sehr heißen Sommern der vergangenen Jahre wurde etwa auf die Frage nach den Auswirkungen des Klimawandels im Alltag erwartungsgemäß als Top-5 mehr Hitzetage (Platz 1.), höhere Temperaturen (Platz 2.), Trockenheit (Platz 3.), häufigere Starkregen (Platz 4.) sowie höhere nächtliche Temperaturen (Platz 5.) genannt. Die Hitze nimmt dabei auch starken Einfluss auf die Tätigkeiten im Alltag: Neben schlechtem Schlaf in heißen Nächten werden Einschränkungen bei sportlichen Aktivitäten und bei der Arbeit benannt.

Als „positive Auswirkungen des Klimawandels“ wurden vor allem die vorgegebenen Antworten (längere Badesaison, mildere Winter), aber auch längere Sommer, weniger Nebel und geringere Heizkosten aufgeführt. Grundsätzlich werden alle im Fragebogen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Klimaanpassung seitens der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt. Dabei werden insbesondere „renaturierende“ Maßnahmen wie 1) Bäume / Baumpflanzungen sowie 2) allgemeine Begrünung, mit großem Abstand zu den restlichen Nennungen, besonders häufig als wünschenswert beurteilt. Weitere wünschenswerte Maßnahmen sind 3) Dach- und Fassadenbegrünung, 4) Entsiegelung (Verbesserung der Versickerung) und 5) Trinkwasserbrunnen / Wasserelemente.

Um zur Teilnahme zu motivieren, hat sich das Amt für Stadtplanung und Umwelt ein besonderes Incentive, quasi ein Schmankerl für eine rege Teilnahme, ausgedacht: Für jeweils 50 ausgefüllte Fragebögen wurde ein BürgerInnen-Baum gepflanzt.

Marc-Christian Schäfer ist Projektleiter für Bürgerbefragungen und Bürgerpanels bei der wer denkt was GmbH.

Marc-Christian Schäfer, M.A.

Fabian Lauterbach ist Projektmanager und Ansprechpartner für Bürgerbefragung und Bürgerpanels bei der wer denkt was GmbH

Fabian Lauterbach, M.Sc.

Bei Fragen zu Befragungen und Umfragen
stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Email: schaefer@werdenktwas.de
Telefon: 06151 – 62 915 56

Email: lauterbach@werdenktwas.de
Telefon: 06151 – 62 915 60

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• Modul Zentrale Dienste
• Modul Umfragen & Bürgerpanel

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