STADT­ENTWICKLUNG & STADT­PLANUNG

Themen der Stadtentwicklung und Stadtplanung eignen sich hervorragend für sogenannte „Ideenkarten“: Hier können Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge und Ideen direkt auf einer Karte eintragen, beispielsweise als Ergänzung zu einem Stadtspaziergang.
Aber auch Auslobungen und Wettbewerbe für städtebauliche Entwicklung erzielen mit Bürgerbeteiligung einen hohen Mehrwert: Bereits vor der Wettbewerbsausschreibung können sich interessierte Alltagsexperten an der Festlegung der Wettbewerbskriterien beteiligen.

ISEK / IKEK

Ein integriertes Stadt- bzw. Kommunalentwicklungskonzept verfolgt das Ziel, Städte und Gemeinden nachhaltig für die Zukunft zu entwickeln. Die Einbindung der Öffentlichkeit im Rahmen von Bürgerbeteiligungsverfahren ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor und trägt zu mehr Akzeptanz und Verständnis für Entscheidungen seitens Politik und Verwaltung bei.
Mit einer Onlineplattform begleiten wir den Prozess von Förderungszuschlag bis Abgabe des Konzeptes – und darüber hinaus. Entlang der einzelnen Schritte der Konzepterarbeitung werden verschiedene Beteiligungsverfahren platziert. Beispielsweise bietet es sich an, zur Analyse des IST-Zustandes eine Bürgerbefragung oder eine interaktive Ideenkarte einzubinden, um Meinungen, Wünsche und Bedarfe der Bürgerschaft abzufragen. Im weiteren Verlauf des Prozesses können dann beispielsweise Zielfelder oder Maßnahmen online aufgeführt, diskutiert und erweitert werden.
Die Begleitung des ISEK / IKEK in einer zentralen Beteiligungsplattform gibt einerseits eine medienbruchfreie und lückenlose Dokumentation des Verfahrens wieder und bietet andererseits umfassende Informationen für alle Akteurinnen und Akteure zum Ablauf, zu den Beteiligungsmöglichkeiten sowie zu den Ergebnissen. In Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern geht die Beteiligungsplattform Hand in Hand mit vor-Ort Veranstaltungen und schafft damit Transparenz im gesamten Entstehungsverlauf des ISEK / IKEK.

Und danach? Der Stadtumbau...

Stadtumbau

Auch im Rahmen des Stadtumbaus im Anschluss an ein erfolgreich eingereichtes ISEK / IKEK sollte die Bürgerschaft einbezogen werden. Das gemeinsam entwickelte Konzept geht nun in Einzelprojekten in die Umsetzung. Hierbei ist es wichtig, die Historie des bisherigen Prozesses abzubilden und transparent darzustellen, wie die Auswahl und Festlegung der Projekte erfolgt ist.
Zu den einzelnen Teilprojekten können dann je nach Bedarf unterschiedliche Techniken eingesetzt werden: eine Bürgerumfrage (Beispiel Kulturkonzept), eine Abstimmung (Beispiel Varianten einer Umgestaltung) oder eine interaktive Schwerpunktkarte (Beispiel Verkehrslärm oder Klimaherausforderungen im Innenstadtbereich).

Wettbewerbe für städtebauliche Entwicklung

Der Unmut von Bürgerschaft und Anwohnerschaft zeigt sich oftmals erst, wenn die „Bagger rollen“ – also zu Beginn der Ausführung städtebaulicher Projekte. Durch eine frühzeitige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger können Sie dem entgegenwirken.
Sie planen die Ausschreibung eines Wettbewerbs zur Umgestaltung eines Platzes oder Areals, zum Neubau einer öffentlichen Anlage oder zur Neugestaltung bestehender öffentlicher Infrastruktur? Beteiligen Sie Ihre Bürgerinnen und Bürger schon an der Ausgestaltung des Wettbewerbsverfahrens!
Hierbei ist es besonders wichtig, die Ziele, aber auch die Grenzen und Rahmenbedingungen des städtebaulichen Projektes klar und verständlich zu kommunizieren. Bürgerinnen und Bürger können dann, im Rahmen einer Befragung, einer textbasierten Beteiligung oder auf einer Ideenkarte zu verschiedenen festgelegten Kategorien und Themen ihre Präferenzen und Vorschläge eingeben und diskutieren. Die Vorschläge werden zusammengefasst und aufbereitet und gehen dann in die Beratungen zur Ausgestaltung der Wettbewerbsanforderungen ein.

Aus der Praxis: „Mein Nied – Ideen für Deinen Stadtteil“

Die Stadt Frankfurt am Main wurde Ende 2016 mit dem Stadtteil Nied (18.200 Einwohnerinnen und Einwohner) in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen.

Die Erstellung und Umsetzung des ISEK erfolgt seitdem in Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern unter Beteiligung der Bürgerschaft in Nied. Bürgerbeteiligung spielt bei der Analyse von Stärken und Schwächen des Stadtteils und bei der Erarbeitung von Entwicklungszielen eine wichtige Rolle. Neben öffentlichen Veranstaltungen konnten Bürgerinnen und Bürger ihre Projektideen sowie Stärken und Schwächen auf einem interaktiven Stadtplan verorten und auf der Online-Beteiligungsplattform eingeben. Wenn die registrierten Nutzenden auf einen Punkt auf der Karte klickten, öffnete sich ein Eingabefenster für einen neuen Beitrag. Marker in unterschiedlichen Farben – entsprechend den jeweiligen Kategorien – kennzeichneten die einzelnen Beiträge auf der Karte.

In dem knapp dreiwöchigen Online-Beteiligungszeitraum sammelten die Projektpartner so über 250 Ideen für den Stadtteil und mehr als 200 Kommentare. Für eine bürgernahe Verschränkung der Online- und Offline-Formate wurden die Ergebnisse der Vor-Ort-Veranstaltungen aufbereitet und auf die interaktive Karte übertragen.

Thomas Ehrler, M.A.

Bei Fragen zur Stadtentwicklung
stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung:
Email: ehrler@werdenktwas.de
Telefon: 06151 – 62 915 58

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