Eine Nahaufnahme einer Blume innerhalb der Wildblumenwiese vor dem Klever Rathaus. Im Hintergrund sind das Klever Rathaus sowie die Spitze der Schwanenburg zu erkennen.

wer|denkt|was berät Stadt Kleve bei Umfrage zur Klimaanpassung

Wie stark betrifft der Klimawandel die Menschen in Kleve – und welche Angebote der Stadt kennen sie bereits? Diesen Fragen geht die Stadt Kleve derzeit mit einer Online-Umfrage nach. Dabei hat die wer denkt was GmbH sie beraten: bei der Konzeption des Fragebogens und bei der Auswertungssystematik.

Wissen und Bedarfe der Bevölkerung sichtbar machen

Hitzeperioden und Starkregen prägen den Alltag in den Städten immer stärker. Deshalb möchte die Stadt Kleve wissen, welche Angebote die Menschen vor Ort bereits nutzen. Zudem fragt sie, wo noch Informationsbedarf besteht. Ebenso interessiert die Stadt die persönliche Betroffenheit der Bevölkerung.

Die Rückmeldungen helfen der Stadt, ihre Angebote und Maßnahmen gezielter zu gestalten. So kann sich Kleve besser auf Klimafolgen wie Hitze oder Starkregen vorbereiten. Die Stadt lädt deshalb alle Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich ein. Dabei zählen nicht nur Antworten, sondern auch eigene Ideen. Denn jede Rückmeldung schärft das Bild von Betroffenheit und Relevanz.

Von der persönlichen Betroffenheit bis zu konkreten Angeboten

Der Fragebogen deckt mehrere Themenfelder ab. Zunächst geht es um erlebte Belastungen durch Hitze, Starkregen oder Trockenheit. Danach folgen Fragen zum Begriff „Klimaanpassung“ und zum eigenen Informationsstand. Außerdem können die Teilnehmenden einschätzen, welchen Stellenwert Klimaanpassung neben anderen städtischen Aufgaben haben sollte.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den bestehenden Angeboten in Kleve. Dazu zählen zum Beispiel die Kühle-Orte-Karte, Hitzewarn-Sticker, die Refill-Initiative, öffentliche Trinkwasserbrunnen und Begrünungsmaßnahmen. Die Umfrage erfasst, wer diese Angebote kennt und nutzt. Zusätzlich fragt sie nach den Kanälen, über die die Menschen davon erfahren haben.

Schließlich geht es um die eigene Bereitschaft zum Mitmachen. So können die Teilnehmenden angeben, ob sie Orte zur Kühle-Orte-Karte beitragen. Ebenso beantworten sie, ob sie Hitzewarn-Sticker im eigenen Umfeld weitergeben würden. Über ein Freitextfeld bringen sie zudem eigene Vorschläge ein.

Beratung zu Konzeption, Methodik und Auswertung

Damit die Ergebnisse eine belastbare Grundlage für die weitere Arbeit bilden, kommt es auf eine methodisch durchdachte Fragestellung an. Genau hier hat die wer denkt was GmbH unterstützt: Das Darmstädter Team beriet die Klimaanpassungsmanagerin der Stadt Kleve, Merle Gemke, digital bei der Erstellung des Fragebogenkonzepts.

Im Mittelpunkt der Prozessberatung standen Konzeption und Methodik – mit dem Ziel einer zielgruppengerechten Ansprache, die Einstellungen und Wissensstände der Bevölkerung verlässlich erfassbar macht. Dazu gehörte auch ein Konzept für die spätere Auswertung: Es benennt die zentralen Analysefelder und zeigt auf, welche Vergleiche nach Alter, Stadtteil, Engagement oder Betroffenheit besonders aufschlussreich sind. So lässt sich später etwa unterscheiden, ob ein Angebot schlicht unbekannt ist oder ob es trotz Bekanntheit kaum genutzt wird. Die Durchführung der Befragung selbst erfolgt über das Beteiligungsportal NRW.

Ein Screenshot der Online-Umfrage zur Klimaanpassung der Stadt Kleve auf beteiligung.nrw.de
© Stadt Kleve / beteiligung.nrw.de

Ein Baustein für eine klimaresiliente Stadtentwicklung

Die Befragung ist zugleich ein erster Schritt der Sensibilisierung: Wer über die verfügbaren Angebote nachdenkt, setzt sich zugleich mit der Klimaanpassung in der eigenen Stadt auseinander. Nach Abschluss der Befragung fließen die Rückmeldungen in die weitere Arbeit der Stadt ein, um Maßnahmen und Kommunikation stärker an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort auszurichten.

Jetzt teilnehmen

Bis zum 30. September 2026 läuft die Umfrage auf dem Beteiligungsportal NRW. Hier geht es direkt zur Teilnahme: beteiligung.nrw.de/portal/kleve/beteiligung/themen/1028049

Weitere Informationen stellt die Stadt Kleve auf ihrer Projektseite bereit: Klimaanpassungsumfrage der Stadt Kleve