Die Stadt Bad Camberg erarbeitet derzeit ihren zukunftsweisenden Mobilitätsplan. Er soll Verkehr und Mobilität in allen Stadtteilen und für alle Verkehrsmittel nachhaltig gestalten. In einer ersten Beteiligungsphase vom 19. März bis 10. Mai 2026 konnten die Bürgerinnen und Bürger aktiv mitwirken, um Probleme zu identifizieren und Wünsche für die Zukunft zu äußern. Durch eine Kombination aus digitalen Formaten und Vor-Ort-Werkstätten sammelte die Stadt wertvolle Impulse, die nun als Grundlage für konkrete Ziele und Maßnahmen dienen.

Digitale Beteiligung: Viele Impulse für die Stadt
Ein zentraler Bestandteil des Prozesses war die Online-Beteiligung, die von der wer denkt was GmbH umgesetzt wurde. Auf der Projektwebseite https://badcamberg.dialog.werdenktwas.de konnten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen direkt in einer digitalen Kartenbeteiligung (Crowdmapping) eintragen. Dem kamen die Bürger:innen in großer Zahl nach: Insgesamt reichten die Bürger:innen 107 Ideen und 12 Kommentare ein und vergaben 158 Stimmen für verschiedene Vorschläge. Parallel dazu lieferte ein digitaler Fragebogen wichtige Daten zur aktuellen Nutzung von Verkehrsmitteln sowie konkrete Wünsche für die zukünftige Mobilität in Bad Camberg.
Kompetente Begleitung durch wer|denkt|was
Um diesen digitalen Prozess erfolgreich zu gestalten, unterstützte die wer denkt was GmbH die Stadt Bad Camberg umfassend als Prozesspartner. Die Expert:innen aus Darmstadt berieten die Stadt methodisch bei der Konzeption der Online-Beteiligung und der Umfrage. Neben der technischen Einrichtung und dem Betrieb der Projektwebseite sowie dem Einsatz der etablierten Beteiligungssoftware begleitete die wer denkt was GmbH die Online-Formate engmaschig und unterstützt die Stadt bei der anschließenden Auswertung der digitalen Beiträge.
Crossmediale Beteiligung
Neben den digitalen Angeboten führte die Stadt Bad Camberg sechs Stadtteilwerkstätten durch, in denen die Menschen direkt vor Ort über Themen wie Verkehrssicherheit, Fuß- und Radwege sowie den öffentlichen Nahverkehr diskutierten. shr moderation begleitete und moderierte die Veranstaltungen. Durch diesen crossmedialen Ansatz stellte die Stadt sicher, dass verschiedene Zielgruppen erreicht werden und vielfältige Perspektiven in den Mobilitätsplan einfließen. Das Land Hessen fördert das gesamte Vorhaben durch das Programm „Förderung nachhaltiger integrierter Mobilitätspläne“.
Ausblick: So geht es weiter
Die Stadt Bad Camberg wertet nun die gesammelten Hinweise aus den Werkstätten, der Online-Kartenbeteiligung und dem Fragebogen detailliert aus. Die Ergebnisse bilden das Fundament für die weitere Erarbeitung des Mobilitätsplans, der bis zum 31. Januar 2027 fertiggestellt werden soll. Im Herbst 2026 führt die Stadt eine zweite Beteiligungsrunde durch, in der die geplanten Maßnahmen öffentlich vorgestellt werden und die Bürger:innen diese kommentieren und bewerten können. Auch ist eine zweite digitale Kartenbeteiligung zu den entwickelten Maßnahmen geplant.
