Mit dem Ende der zweiten Befragung zur geplanten Verkehrsberuhigung im Harmsdorf-ORF-Viertel ist ein zentraler Baustein des Beteiligungsprozesses erfolgreich abgeschlossen worden. Vom 15. bis 29. Januar 2026 hatten alle Bewohner:innen ab 16 Jahren sowie ansässige Unternehmen die Möglichkeit, ihre Einschätzung zu einem detailliert ausgearbeiteten Maßnahmenpaket abzugeben. Die Beteiligung war groß: Über 1.000 Anrainer:innen und mehr als 60 Unternehmen machten von ihrem Mitspracherecht Gebrauch. Die Befragung bildete den Höhepunkt eines breit angelegten Beteiligungsprozesses, bei dem die wer denkt was GmbH die Stadt Graz von Beginn an als technische und organisatorische Partnerin für die Befragungen begleitet hat.

Verbesserungen mit Rückhalt aus der Bevölkerung
Hintergrund der Beteiligung ist der Wunsch, die Lebensqualität und Verkehrssicherheit im stark frequentierten Harmsdorf-ORF-Viertel nachhaltig zu verbessern. Obwohl bereits erste Maßnahmen wie eine Fahrradstraße oder Durchfahrtssperren umgesetzt wurden, bestehen noch Herausforderungen, insbesondere durch Schleichverkehr und ein hohes Kfz-Aufkommen. Zudem kommen durch zukünftige Bauprojekte weitere Belastungen auf das Viertel zu.
Die zweite Befragung baute auf den Ergebnissen der ersten Runde im Herbst 2025 auf. Basierend auf den Rückmeldungen der über 2.000 Teilnehmer:innen sowie einer verkehrsplanerischen Analyse wurde ein Maßnahmenpaket zur Verkehrsberuhigung erarbeitet. Dieses wurde nun vorgestellt und konnte von den Menschen im Viertel bewertet und kommentiert werden. Ziel ist es, ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das die unterschiedlichen Bedürfnisse von Anwohnenden, Unternehmen und Verkehrsteilnehmenden in Einklang bringt.
Einbindung auf mehreren Ebenen – digital und vor Ort
Die wer denkt was GmbH übernahm im gesamten Prozess die Umsetzung der beiden groß angelegten Online-Befragungen. Neben dem Projektmanagement lagen auch die technische Realisierung, die Entwicklung interaktiver Kartenfragen sowie die Bereitstellung und Verwaltung individueller Zugangscodes in ihrer Verantwortung. Zusätzlich zu der Möglichkeit, online an der Befragung teilzunehmen, wurde ebenfalls ein Papierfragebogen bereitgestellt und vom StadtLABOR Graz begleitet. Zusätzlich wurde das Befragungsformat durch zwei Informationsnachmittage am 19. und 20. Januar 2026 ergänzt.
Fundierte Basis für nächste Schritte
Die Auswertung der aktuellen Befragung erfolgt bis Ende Februar. Dann beginnt die Erarbeitung eines konkreten Maßnahmenbündels, das bereits ab Frühjahr 2026 schrittweise – zunächst temporär – im Gebiet umgesetzt werden soll. Die Erfahrungen aus der Umsetzung werden evaluiert und können bei Bedarf angepasst werden, bevor dauerhafte bauliche Änderungen erfolgen. Dank des Rückhalts aus der Bevölkerung sollen insbesondere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für Fußgänger:innen und Radfahrende sowie zur Reduktion des Kfz-Verkehrs gezielt und wirkungsvoll angegangen werden.
Beteiligung weiter gedacht
Das verkehrsplanerische Konzept für das Harmsdorf-ORF-Viertel in Graz wird somit mit einer umfassenden Beteiligung entwickelt. Zwei groß angelegte Befragungsrunden, ergänzende Ortsbegehungen und Dialogveranstaltungen sowie der direkte Einbezug der Anrainer:innen und Unternehmen prägten das Projekt. Die Rolle der wer denkt was GmbH als erfahrene Beteiligungspartnerin war dabei zentral: Sie sorgte für barrierearme und technisch zuverlässige Online-Befragungen sowie eine fundierte Auswertung der Ergebnisse.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Befragung ist damit ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die nächsten Schritte liegen nun in der Auswertung der Befragungsergebnisse sowie der darauffolgenden konkreten Umsetzung und fortlaufenden Abstimmung mit den Bürger:innen vor Ort.
Mehr Informationen zum Projekt unter: www.graz.at/verkehrsberuhigung
